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Böbinger Schaicher, Lorcher Sämling – Ja, wer oder was ist das?

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Rätselhaft? Was soll das sein?

Diese Frage gehört diesmal zur Wochenaufgabe. Im Vorteil sind all diejenigen, die während der Landesgartenschau im Treffpunkt Baden-Württemberg die unglaublich vielfältige Ausstellung von … ja … von alten Apfelsorten gesehen haben. Beeindruckend, was alles so auf unseren heimischen Wiesen wächst oder früher gewachsen ist:

Apfel_kurios
… ganz besondere Früchtchen so wie diese:

♥ Rote Sternrenette (schon vor 1790 bekannt)
– ich kenne sie als Weihnachtsapfel, weil er so wunderbar rot leuchtete und so am Weihnachtsbaum aufgehängt wurde
♥ Goldparmäne
♥ Gewürzluiken
♥ Wangener Streifling oder
♥ Roter Schlüpfer (fast schon sexy!)
und die oben genannten Vertreter.

Leider habe ich keine Bilder zu diesen Apfelsorten, aber sie werden genauso schön aussehen wie diese

20141019_112545

Manche Apfelsorte schafft es auch heute noch auf unsere lokalen Märkte wie die Gewürzluiken oder Goldparmänen.

Der Apfel begleitet mich schon seit Beginn der Aktion und er ist ein guter Begleiter – der Zeitpunkt war gut gewählt und die Apfelernte auf ihrem Höhepunkt. Ich liebe Äpfel. Ihr oft betörendes Äußeres, voll Glanz, satten intensiven Farben, wunderbaren Maserungen, knackig, saftig, süß, voller Geschmack und sooooo gesund. Und die Apfelblüte möchte ich auf keinen Fall unerwähnt lassen. Schließlich ist sie eine der schönsten Blüten im Frühjahr.

Apfelbluete
Apfelblüte über unserem Garten

Wer hat schon einmal festgestellt, dass der Apfel am Stiel und am unteren Ende anders schmeckt? Besonders intensiv ist das Fruchtfleisch rund um den Kelch. Probiert es aus! Ein Apfel kann komplett verzehrt werden und am inhaltsreichsten ist die Schale (aber bitte nur bei unbehandelten Früchten). Ich erinnere mich, dass ich als Kind immer besonders scharf auf die Apfelschalen war, wenn es z.B. Äpfel im Schlafrock gab. Dazu wurden sie nämlich geschält und gewonnen hatte diejenige, die einen Apfel an einem Stück in einer einzigen Girlande schälen konnte. Und diese wurde dann gleich verspeist.

Ich habe wohl ein besonderes Verhältnis zu Äpfeln. Ein Tag ohne ein oder zwei Äpfel – da fehlt mir etwas. Und am liebsten mag ich sie unverarbeitet, einfach nur so zum Hineinbeißen, ganz frisch vom Baum – die Krönung. Und auch wenn es Zahnärzte nicht gerne hören, an meinem Bett liegt immer ein Apfel – für alle Fälle…

Deshalb war es auch ein besonderes Erlebnis, als wir zur Apfelernte auf Barth’s Wiese eingeladen waren: Äpfel satt und eine erfolgreiche Ernte: 500 kg haben wir Teilnehmer gesammelt für`s Saftpressen und nun darf ich 100 l Apfelsaft mein eigen nennen!

Den Balsamico-Essig habe ich übrigens durch Apfelessig von Beate ersetzt. Sie hat eine Essigmutter und setzt damit aus ihrem Apfelsaft Essig an – sehr lecker!

Apfelessig2
Beate’s Apfelessig

Und dann habe ich einen Lieblings-Apfelkuchen!

Apfelkuchen1

Auf einem Mürbteig (eventuell vorbacken) mit

200 g Mehl
100 g Butter
80 g Zucker
1 Ei
Zitronengeriebenes von einer unbehandelten Bio-Zitrone
1 Prise Salz

werden

Äpfel (z.B. Klaräpfel oder später im Jahr „Der Schöne von Boskop“ – so heißt dieser Apfel wirklich!) geschält und in kleine Stücke geschnitten, verteilt.
100 g Zucker darüberstreuen und mit
Vanillepudding, der mit einem 1/2 l  Sahne gekocht wird, in dem 2 Eier verquirlt werden, übergießen.

Bei ca. 200°C ungefähr 35 Minuten backen. Dann können die Freunde kommen und das Ah und Oh – wie lecker – erfüllt neben dem wunderbaren Duft den Raum!

Ganz besonders liebe ich Apfelkompott mit Klaräpfeln. Diese frühe Sorte muss sehr schnell verarbeitet werden, da sie nicht lange haltbar ist und schnell mehlig wird. Aber für Kompott ideal. Dazu schneide ich die Äpfel in 6 Teile und koche sie zusammen mit einer Zimtstange, etwas Honig und einer Zitronenschale in ganz, ganz wenig Wasser bis sie weich sind, aber noch ein wenig Biss haben. Ein Gedicht!

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