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Welternährungstag

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Heute ist Welternährungstag, wie ich herausgefunden habe. Einer von vielen Tagen (wahrscheinlich 365 oder mehr?), die einem besonderen Thema oder einer Gruppe „gewidmet“ sind. Für mich eher uninteressant, manchmal vielleicht amüsant ob der grenzenlosen Kreativität.

Welternährungstag – das ist nun doch ein paar Gedanken Wert, da es schön zu dieser Aktion passt. Nahrungsmittel zu schätzen, achtsam mit ihnen umzugehen, diejenigen, die sie produzieren, angemessen zu bezahlen und Bedingungen zu schaffen, die Lebewesen ein artgerechtes und gutes Leben ermöglichen, das müsste unser Handeln bestimmen. Wir tragen die Verantwortung und unsere Einstellung und Haltung bestimmen die Rahmenbedingungen.

Nur eine Verhaltensweise, die ganz einfach zu einer Besserung der Nahrungsmittelverschwendung und somit des Verbrauchs von Ressourcen bedeuten würde, ist, uns von unserer Wegwerfmentalität zu verabschieden.

Laut einer Erhebung durch die Heinrich-Böll-Stiftung werfen wir Deutsche 346 Mio Tonnen Fleisch pro Jahr weg (Quelle: Fleischatlas extra, 2014). Das sind 4,3 kg je Endverbraucher. Die Grafik veranschaulicht das.

fleisch_fuer_die_tonne

Die Menge ist die eine Sache, aber viel mehr beschäftigt mich, dass hier Tiere für uns sterben und der Bezug oder besser der Respekt und Wert verloren gegangen sind.

Wie sieht es bei mir persönlich aus?
Auch bei mir gibt es Lebensmittel, die verderben und entsorgt werden müssen. Mittlerweile ist die Menge aber sehr gering geworden. Als Single ist es manchmal nicht so einfach, kleine Portionen zu bekommen. Doch besonders einfach wird es, wenn ich nichtverpackte Ware kaufen kann und so die Mengen selbst bestimme. Ich scheue mich auch mittlerweile nicht mehr, an Frischetheken nur so kleine Stücke oder Mengen zu kaufen, wie ich glaube in kürzester Zeit zu verbrauchen. Ich sage dann immer: „Wissen Sie, es ist mir lieber, ich komme übermorgen wieder und genieße Ihr Produkt ganz frisch.“

Und Fleisch, ja, da habe ich meinen Konsum sehr eingeschränkt. „Dank“ der vielen Skandale kann ich nicht mehr anders. Ganz zu verzichten – soweit bin ich nicht und vielleicht ist das auch gar nicht notwendig. Ich versuche tierische Produkte einzukaufen, wo ich weiß, woher die Tiere kommen und dass sie artgerecht gehalten wurden. Besonders liebe ich Demeter-Produkte (hier tragen die Rinder noch Hörner!), da ich das Gefühl habe, hier werden die Richtlinien eingehalten. Da diese Produkte teurer sind, regelt sich der Verbrauch schon alleine über den Preis. Das ist ein guter Nebeneffekt!

Über Haltbarkeit ist schon viel berichtet worden. Ein Lebensmittel muss noch lange nicht entsorgt werden, nur weil es ein vergangenes Datum trägt (ausgenommen bestimmte Waren):
schauen, riechen, schmecken – und verzehren, wenn es in Ordnung ist – das ist meine Devise.

Und wenn ich Lebensmittel entsorgen muss, so tut mir das weh und ich versuche diesen Schmerz zu vermeiden! Wer leidet schon gerne!

Seit den Tagen in dieser Aktion schaue ich noch genauer hin und entscheide noch bewusster, was ich kaufe und wieviel. Und das fühlt sich richtig gut an.

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